Lehrer müssen Fotos in Jahrbüchern ertragen

Peter Heyers • • Medienrecht Urheberrecht

Lehrer müssen sich für Jahrbücher fotografieren lassen.

 

 

Klassenfotos für Jahrbücher stellen redaktionelle Inhalte dar. Lehrer, die in einer unverfänglichen, gestellten Situation fotografiert und in keiner Weise unvorteilhaft oder ehrverletzend seien dürften in einem Jahrbuch für Schüler und Lehrer genutzt werden. Diese Jahrbücher haben eine lokale gesellschaftliche Bedeutung und werden auch nur einem begrenzten Personenkreis zur Verfügung gestellt, was auch nach § 89 Abs. 7 der Übergreifenden Schulordnung geregelt worden war. Da auch die Fotografien im dienstlichen Umfeld aufgenommen wurden, sei nur die sogenannte Sozialspähre betroffen. Diese gewährt nicht den Schutz wie die Privat- oder Intimspähre. Daher standen dem klagenden Lehrer auch keine besonders schützenswerte Interessen nach § 23 Abs 2. KUG entgegen, wie das Verwaltungsgericht Koblenz (VG Koblenz, Urteil vom 6. September 2019, Az 5 K 101/19) feststellte.